Quartierverein Obernau
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Obernau
Geschichte

Obernau, vom Bauernweiler zum Vorstadtquartier

Name
Obernau heisst "obere Au". Eine Au ist eine grosse, wässrige Wiese. Der Namensteil "Au" kommt im deutschsprachigen Raum sehr häufig vor Langn-Au, Heris-Au, Willis-Au, usw. Es hat sich eingebürgert zu sagen: "Mer gönd is Obernau". Sprachlich korrekt wäre: "Mer gönd id Obernau". Ich brauche das gewohnte "im Obernau" oder "is Obernau". Die untere Au lag in Luzern. In alten Urkunden heisst die Franziskanerkirche "Santa Maria in der untern Au ".

Lage
Obernau ist der westliche Teil der Gemeinde Kriens. Der Quartierverein schreibt in seinen Statuten:"ungefähr westlich einer Linie Vordersienen--Vorderhackenrain" Optisch ganz einfach: Westlich der Starkstromleitung, die neben dem Schulhaus Feldmühle das Tal durchquert.
Melchior Schnyder, 1774-1854, Lehrer, Grossrat und Chronist, beschreibt in seinem "Kriens, Geschichte und Chronik" das Obernau so: Das Obernau dehnt sich westlich vom Dorfe durch das ganze Tal hinauf bis an den obern Krienbach aus; es hat viele schöne Heimwesen und Höfe mit 59 zerstreuten Häusern.
Auch müssen wir klar unterscheiden zwischen dem Krienser Gemeindeteil Obernau (wie eben beschrieben) und dem ehemaligen Weiler Obernau, der sich zwischen dem Schulhaus 1 und dem alten Schiessstand befand. (Diese doppelte Namensgebung finden wir sehr häufig, z.B. Amt Willisau --Städtchen Willisau, usw.). Die Busschleife Obernau trägt also ihren Namen zurecht.

Erste Besiedlungen
Bis ins Mittelalter war der Talboden in Obernau, Kriens und Luzern durch die beiden Krienbäche (siehe nächstes Kapitel) häufig überschwemmt und daher unbewohnbar. Die ersten Ansiedler im Gebiet Obernau waren (nach heutigen Erkenntnissen ) die Alemannen. Darauf deuten die Flurnamen Erendingen, Gabeldingen, Schwendi. usw. Die Höfe lagen alle auf den Anhöhen, geschützt vor den Wasserfluten der beiden Wildbäche.
Auch der Verkehr spielte sich über dem Talboden ab: Renggloch--Schlossberg--Hackenrain--Schauensee--Griesigen--Renggpass.

Die ältesten, heute noch bestehenden Wohnhäuser
Das Haus Geissenrain (heute Obernauerstrasse 76) steht etwas erhöht über dem Talboden. Damals achtete man darauf, dass die Wohnhäuser am Hang errichtet wurden, um vor den Ueberschwemmungen geschützt zu sein. Nur die Gewerbebetriebe befanden sich wegen des Ehehaftenkanals im Talboden drunten.Das Haus Geissenrain mit Baujahr 1708, das Bauernhaus Längacher 1679, das baufällige Wohnhaus in der Unter-Ey, datiert 1693 und der Kern des Bauernhauses Sackweid aus dem Jahr 1648. Wegen vieler An- und Umbauten sind die ältesten Teile von aussen kaum mehr sichtbar.

 


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